Die Spreewaldbahn
Hier werde ich versuchen unsere gute alte Spreewald-"Guste" ein Denkmal zu setzen.
Vorwort.

Jahrzehntelang waren die Cottbus-Lübbener Kreisbahnen, später „Spreewaldbahn" genannt, eine Schmalspurbahn unter vielen. Uber ihr Einsatzgebiet hinaus war sie eigentlich nur aus Fahrplänen — oder für Professionelle aus Kleinbahnstatistiken — bekannt.

Als nach 1960 die Schmalspurbahnen in der DDR abnahmen, interessierten sich mehr Liebhaber auch für diese Bahn, die noch so viel von ihrem einstigen Kolorit bewahrt hatte. Als sie bereits stillgelegt und es zum Fotografieren bzw. zum Mitfahren zu spät war, wuchs das Interesse an der Spreewaldbahn erheblich. Nun begannen selbst Anwohner es zu bedauern, die Bahn — sie nannten sie und ihre Lokomotiven liebevoll „Spreewald-Guste" — nie so richtig ernst genommen zu haben.

Sechs Jahre nach der Stillegung war es bereits schwierig, ein möglichst geschlossenes Bild dieser Schmalspurbahn wiederzugeben. Lückenlos ist daher die hier versuchte Darstellung nicht. Der Autor konnte insbesondere auf Unterlagen des Stadtarchivs Cottbus und der Reichsbahndirektion Cottbus zurückgreifen. Er dankt besonders Herrn Archivar Erwin Seemel, Cottbus, dem ehemaligen Spreewaldbahn-Lokomotivführer Herrn Bernhard Hain, Strau-pitz, den Herren Karlheinz Uhlemann, Dresden, und Klaus Jünemann, Berlin, sowie zahlreichen Bürgern und Eisenbahnern der Spreewaldgemeinden für ihre Zuarbeiten.

Erich Preuß

Kastenbrücke bei Burg über einen Spreefließ. Foto: Lange
Nur bei Burg hatte die Spreewaldbahn unmittelbare Berührung mit der Landschaft, die ihr den Namen gab.

Foto: Lange

Bei strengem Frost konnten man direkt unter der Bahn Schlittschuh laufen. Foto: Steffen
Spreewaldtrachten um 1910
Foto: Samuel Preuß.
Aufnahmen von der Spreewaldbahn in Straupitz
Spreewaldbahn - Geschichtlicher Abriss.
Lageplan