Immer wieder bewundernswert: die voluminösen Hauben als Krone der wendischen Tracht in der Niederlausitz. Nur im Spreewalddorf Werben ist auch in den Jahren des allgemeinen Niedergangs der Brauchpflege von 1960 bis 1990 durchgehend die komplette Tracht getragen worden - mit der schönen Krone.

Trachten in der Lausitz
Hier die Sielowe Hauben.
Die Burger Tracht.
Wendischer Kirchgang bewegte
Burger Gäste.
Halb Burg ist am Oster Sonntag den auf den Beinen. Die Frühlingssonne ließ die schwarzen Trachten und Hauben schimmern, als die 17 Frauen durch den Ort zum Gottershaus zogen. Bläser und Chor begrüßten sie dort. Unter Glockengeläut zogen die Frauen anschließend an der Spitze der Gläubigen in das Gotteshaus ein. Mehrere hundert Menschen waren gekommen, um die Auferstehung der Herren zu feiern und einer Kindstaufe beizuwohnen.
Die einst im gesamten Sprewald und seinem Umfeld verbreitete schwarze Tracht sind heute in größerer Zahl nur noch in Burg und Dissen zu sehen, wo sie am Wochenende unteranderem beim Ostersingen getragen weden.
Trachten in der Lausitz
Die wendische Tracht wird von der jüngeren Generation nur noch zu den Festen getragen. Im Februar zur
Fastnacht und im Sommer zum Erntefest bzw. Hahnrupfen
Deshalb muss das Anziehen auch gelernt sein.Denn es sind nur noch die Urgroßmütter die diese Trachten noch täglich tragen.
Die junge Generation muß das Anziehen der Festtracht erlernen.
Anziehkurs bei Doris Heinze.
Wenn die Menschen in den Dörfern des Cottbusser Umlandes sich in den nächsten Wochen zur Fastnacht treffen haben sie sich
auf den Höhepunkt der sorbisch/wendischen Feste lange vorbereitet. Damit die Tradition erhalten bleibt, muss das Wissen der Alten den Jungen nahe gebracht werden –eine Aufgabe die sich die Sielower Schneider -Sielower Schneidermeisterin Doris Heinze seid Jahren verschrieben hat.

Die Anziehkurse in der Sielower Trachtenschneiderei werden von den Frauen der Umgebung gerne genutzt, es ist schon eine Kunst,

das Halstuch in richtige Falten zu legen, bei der es nicht nur um Geschick sondern auch um Ästhetik ankommt. Schließlich soll die Stickerei gut zur Geltung kommen. Es gibt auch Unterschiede in den Trachten. So wird z.B. in einigen Dörfern die Schürze in Falten gelegt, in Sielow nicht.

Stickerin aus Wilmersdorf bei der Arbeit
Festliche Mädchentanztracht aus Werben
Die letzte Originalhochzeit mit großer Hupka (Kopftuch) soll wohl in Burg 1934 gewesen sein. Dieses Brautpaar war eine Augenweide zum Heimatfest
Brauteltern
Wendischer Hochzeitszug
Frauenausgangstracht, Kunersdorf.
Kirchgangstracht aus Kunersdorf



Winterliche Arbeitstracht
Eine Wendin wird angekleidet