Lausitzer Findlingspark Nochten

Im Braunkohletagebau der Lausitz werden seit einem halben Jahrhundert jedes Jahr mit gigantischen Großgeräten Erdmassen bewegt, die etwa 145 ägyptischen Pyramiden entsprechen. Warum kann daraus nicht etwas entstehen, das wie die Pyramiden die Jahrhunderte überdauert? Dr. Hans Ulbrich hatte die Idee, einen riesigen Garten in einer Traumlandschaft zu gestalten. Zusammen mit Klaus Kotzan und vielen anderen Mitarbeitern entstand von 2000 bis 2003 unter dem Dach eines Fördervereins der 10 ha große Findlingspark Nochten, ein Landschaftsgarten, der in Europa einmalig ist. Entscheidend für das Gelingen waren die Nutzung der planmäßigen bergbaulichen Rekultivierungsleistungen von Vattenfall und die finanzielle und personelle Förderung durch das Land Sachsen, sowie die Bundesanstalt fürHauptsächliches Gestaltungselement des Parks sind Findlinge.
Lange beschäftigte Geologen die Frage, wie die Gebirgsbrocken in die flache Lausitz. gelangten, Heute weiß man: Auslöser waren Naturkatastrophen, die während des Qartärs periodisch den Norden Europas heimsuchten. Während der Eiszeiten wurden große Teile Europas mehrfach von dicken Eisschichten überzogen., Gewaltig Eismassen schoben sich von Skandinavien nach Süden vor und rissen alles mit, was sich ihnen in den Weg stellt Ganze Gebirgsteile wurden abgetragen und zu Kies, Sand und. Ton zermahlen.Einige Brocken widerstanden der Kraft.
Eingeschlossen im Eis, gelangten sie. unter anderem in die Lausitz, wo sie als Findlinge liegen blieben.
Himmelfahrtstag 2005 unser 1. Besuch
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