Wenn es einer in Burg zu einigermaßen Reichtum und zu Gelde gekommen war, hieß es, der hat wohl den Plon (Drache).
Ab und an hört man es auch heute noch.
Jedenfalls, der Plon wohnt auf dem Dachboden und wird durchgefüttert. Dafür bringt er alles, was der Bauer wünscht.
Ein Bauer nun wollte den Plön wegen seiner Gefräßigkeit wieder loswerden, auch war er inzwischen durch den Plon reich geworden. Er befestigte an einem Balken in der Scheune einen Stiefel, dessen Sohle ausgeschnitten war. Nun forderte der Bauer vom Plön: "Eher kriegst du nichts mehr zu essen, als du den Stiefel voll Gold wirst tragen." Der Plon schleppte Münzen über Münzen. Da sie aber alle unten durchfielen, blieb der Stiefel leer. So mußte der Plon verhungern. Aber der Bauer wart auch gestraft: Alles Geld und Gold, was er besaß, wurde zu Pferdedreck.

Wer glaubt heute schon noch an Hausgeister. Früher beflügelten sie jedenfalls die Phantasie der Hobbyschnitzer, wie das Männchen auf unserem Foto belegt. Ein Vorfahre der Burger Familie Steffen hat es geschnitzt.

Irrlicht

Die Sagen von den Irrlichtern mögen entstanden sein, weil es im Dunkel der Nacht im Spreewald allerlei Blinken und Leuchten gibt. Die Vorfahren sahen darin kleine Geisterwesen, kleine Männchen mit Laternen. Wer einem Irrlicht, „Blud" begegnet, soll nicht schimpfen und fluchen, sonst wird er irregeführt. Sie sollen aber auch hilfreich gewesen sein. Wer sicher nach Hause kommen wollte, mußte dem ßlud einen Dreier oder eine Quarkstulle versprechen. Aber wehe dem, der nachher sein Wort nicht hielt... Ein Bauer wollte eines Abends nach Hause, da kam ein Blud, und er sagte: „Blud, blud, dowjezme domoj!" (Blud, Blud, führe mich nach Hause). Das Irrlicht erfüllte seinen Wunsch. Als sie aber das Gehöft des Bauern betraten, drehte sich der Bauer vor der Tür um und sagte: "Woblizmeris!" (leck mich am ...AI) Da lief der Blud draußen hin und her und tat, als wenn ein Stück Vieh brüllte. Der Bauer bekam es mit der Angst zu tun und schaute nach dem Rechten ...und fiel in die Jauchegrube....